Anschrift:
Dr. Maria Pavlova, Experienced Humboldt Fellow
Goethe-Universität
Institut für Romanische Sprachen und Literaturen
Norbert-Wollheim-Platz 1
60629 Frankfurt am Main
E-Mail: pavlova[at]em.uni-frankfurt.de
Experienced Humdoldt Fellow
Kurze Biografie:
Maria Pavlova hat einen BA, einen MSt und einen DPhil in Modernen Sprachen von der Universität Oxford. Bevor sie nach Frankfurt kam, war sie Gastdozentin am Technion (2023), Deborah Loeb Brice Fellow an der Villa I Tatti | The Harvard Center for Italian Renaissance Studies (2021–2022), Leverhulme Research Fellow an der University of Warwick (2018–2021) sowie Randall MacIver Junior Research Fellow am St Hugh's College der University of Oxford (2016–2018). Sie ist zudem Ehrenforschungsstipendiatin am Centre for the Study of the Renaissance der University of Warwick und Associate Member am St Hugh's College der University of Oxford.
Zu ihren Veröffentlichungen zählen die Monografie Saracens and Their World in Boiardo and Ariosto (Cambridge: Legenda, 2020) sowie die Sammelbände The Prince and the Condottiero in Italian Humanism and the Renaissance: Literature, History, Political Theory and Art (Oxford: Peter Lang, 2025) und “Dreaming again on things already dreamed": 500 Years of “Orlando Furioso" (1516–2016) (Oxford: Peter Lang, 2019). Darüber hinaus hat sie zahlreiche Artikel und Buchkapitel zu verschiedenen Aspekten der italienischen Renaissanceliteratur veröffentlicht, insbesondere zu ritterlichen und epischen Texten des Spätmittelalters und der Renaissance.
Externe Gastwissenschaftlerin vom 01. Oktober 2025 bis 31. März 2027, Lehrstuhl Prof'in Christine Ott
Neues Buchprojekt zum Thema 'The Ottomans in the Literature of the Italian Renaissance'; Forschung italienische Literaturwissenschaft und Ideengeschichte.
Zusammenfassung ihres Humboldt-Projekts:
Dieses Projekt versteht sich als ein wichtiger Beitrag zu dem aufstrebenden Forschungsfeld des kulturellen Austauschs zwischen dem Italien der Renaissance und dem islamischen Orient. Es zielt darauf ab, die Entwicklung des facettenreichen Türkenbildes über verschiedene Gattungen sowie kulturelle und politische Kontexte hinweg in dem langen Jahrhundert zwischen dem Fall Konstantinopels (1453) und der Schlacht von Lepanto (1571) nachzuzeichnen. Das Projekt verfolgt einen interdisziplinären Ansatz, der Erkenntnisse aus Literatur, Geschichte, Historiographie und Reiseliteratur miteinander verbindet, um neue Perspektiven auf die vielschichtige Geschichte der kulturellen Begegnungen zwischen Italienern und Osmanen zu eröffnen. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei literarischen Werken, in denen die Figur des Türken kein rein imaginäres Konstrukt darstellt, sondern durch direkten, unvermittelten Kontakt mit den Osmanen geprägt ist, sowie Texten, in denen türkischen Figuren „eine Stimme“ verliehen wird, das heißt solchen, die Dialogelemente enthalten oder in Dialogform verfasst sind. Das Projekt untersucht die fließenden Übergänge zwischen Geschichte und Imagination und prüft die Anwendbarkeit von Edward Saids postkolonialer Theorie, wenn diese als Interpretationsrahmen für die Renaissancewahrnehmung der Osmanen herangezogen wird.